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Der Zusammenbruch des Zins-Papiergeldsystems rückt näher – Utah führt Goldwährung ein

25. März 2011

Wie der Spiegel aktuell berichtet, führt der US-Bundesstaat Utah Gold und Silber als Währung wieder ein. Offenbar traut man dem Papiergeldsystem nicht mehr.

Zitat:

Der republikanische Abgeordnete Brad Galvez begründet das neue Gesetz denn auch mit der Sorge vor weitreichenden Folgen der Geldentwertung: „Es ist eine Vorsichtsmaßnahme, die uns erlaubt, unsere Wirtschaft aufrechtzuerhalten, während der Wert des Dollars weiter sinkt“, zitiert die Zeitung den Parlamentarier.

Nach Aussage des Spiegel planen 13 weitere Bundesstaaten einen ähnlichen Schritt, ein Abgeordneter aus South Carolina fordert die Abschaffung des Dollar. Die Politik von „Helikopter-Ben“ Bernanke („Notfalls werfe ich das Geld aus dem Hubschrauber ab“) ist damit wohl gescheitert. Trotz historisch niedriger Zinsen hat sich das Loch im US-Haushalt 2010 noch einmal dramatisch vergrößert, es betrug zum 31.12.2010 gigantische 14.025.215.218.708,52 US$, das sind 14 Billionen (nicht Billions=Millarden) und ein paar gequetschte Dollar . Das BIP betrug nach dieser Quelle 14,6 Billionen US$.  Es zeigt sich also,  die Behauptung der „Geldverschwörer“, in einem verzinslichen ungedeckten Papiergeldsystem kann Wachstum nur über Schulden erzeugt werden, ist vollkommen korrekt. Wenn man das gesamte BIP braucht, um die Schulden zurückzahlen zu können, ist anschließend kein Geld mehr im System. Für die Geldschöpfung müssen dann wieder Schulden aufgenommen werden, anders funktioniert das System nicht. Das sollte jetzt wirklich  jedem, besonders den Politikern, klar sein. Die Verschuldung ist systemimmanent notwendig, deshalb müssen wir einen radikalen Systemwechsel vornehmen, anders ist die Verschuldungsproblematik nicht zu lösen.

Wann kippt der Euro ?

Dem Euro dürfte nach der Pleite Portugals ein ähnliches Schulden-Schicksal drohen. Die Kanzlerin hat heute morgen im Bundestag den Euro und den Euro-Rettungsschirm verteidigt. (Deutschland hätte angeblich am meisten vom Euro profitiert. Jeder, der tatsächliche Preissteigerungen nachrechnet, wird zu einem anderen Ergebnis kommen. Der exorbitante Anstieg der Verschuldung stützt dieses andere Ergebnis.) Dieser soll ca. 700 Mrd. € umfassen und neben den Bürgschaften (wer könnte diese im Zweifelsfall denn wirklich erfüllen ??) mit 80 Mrd. € Barmitteln ausgestattet sein, von denen Deutschland ca. 22 Mrd. € tragen soll, in 5 Raten ab 2013. Da haben wir 27 EU-Mitglieder, und Deutschland muß alleine mehr als ein Viertel der Bareinlage stemmen, während bei uns das Rentenalter erhöht wird, die Sozialbeiträge, Steuern und Abgaben steigen, die Leistungen eingeschränkt werden und viele Familien auf 2 Gehälter angewiesen sind bzw. Alleinverdiener sogar auf ergänzendes Hartz IV. Selbst in Deutschland gibt es nur 4 Bundesländer, nämlich Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Hamburg, die in den Länderfinanzausgleich einzahlen, d.h. im Klartext, überhaupt Überschüsse erzielen. NRW, bis vorletztes Jahr noch ein Geberland, ist unter der neuen Rot-Grünen Regierung unter Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zum Nehmerland mutiert. Statt 59 Mio € (2009) zu zahlen, hat NRW 358 Mio € (2010) erhalten, und das trotz der Rekordkreditaufnahme im letzten Jahr (wir berichteten). B-W droht nach einem möglichen Regierungswechsel am Wochenende ein ähnliches Schicksal, die Pläne von Roten und Grünen für den Fall der Regierungsübernahme würden auch die 1,7 Mrd. €, die das Land bisher in den Topf einzahlt, ziemlich schnell auf Null schrumpfen lassen.

Zudem hat die EU vor 2 Wochen beschlossen, die Wirtschaftsleistungen der einzelnen Länder angleichen zu wollen (das kann man wieder nur als völligen Schwachsinn bezeichnen, da Angleichung auf das höhere Niveau noch nie funktioniert hat, sondern immer nur auf dem niedrigsten, also auf dem Niveau von GR, IRL, POR, E), und sowohl Länder mit zu hohen Defiziten als auch mit zu hohem Wachstum (sic!) und zu hohem Außenhandelsüberschuß (sic!) zu bestrafen. Der vormalige Exportweltmeister (immer noch Vize nach China) Deutschland würde also für seinen Überschuß, der am Ende den Rettungsschirm finanziert, bestraft werden, die Strafen können bis zu 2% des BIP betragen, für Deutschland wären das ca. 40 Mrd. €. Überhaupt, ein Land, das ohnehin ein zu hohes Defizit hat, soll dann für eine Millardenstrafe zusätzliche Kredite aufnehmen ? Um das Defizit weiter zu vergrößern und im nächsten Jahr wieder eine Strafe zu bezahlen ? Werden dann nach dem Vorbild der „Bad Banks“ vielleicht „Bad Countrys“ gegründet, in die dann die Schulden ausgelagert werden können ? Oder schlüpfen diese Länder dann unter den Rettungsschirm, der auf diese Weise in kurzer Zeit keine Geberländer und keine Bürgen mehr haben dürfte ? Egal wie, das Ende des Euro scheint unter diesen Vorzeichen nur noch eine Frage der Zeit zu sein.

Um diesen ganzen Unsinn mit dem Rettungsschirm zusätzlich anzuheizen, kamen heute Abend noch Forderungen nach einer „EU-Wirtschaftsregierung“ auf. Die „Experten“ dafür haben sich ja schon ausreichend in Szene gesetzt. Vermutlich gibt es dann 10-Jahres-Pläne nach sozialistischen Vorbild, daher auch der Spottname EUdSSR … (Sowjet heißt „Rat“, und  die europäischen Räte (=Kommissare) sind die mächtigsten politischen Personen der EU, ohne jegliche demokratische Legitimität. Oder haben Sie schon mal über einen EU-Kommissar abgestimmt ? Literatur und Erklärungen dazu finden Sie unter dem Stichwort „Professor Schachtschneider“ haufenweise im Netz.)

Zwar ist die Inlandspolitik in Deutschland von Japan und Libyen überlagert, doch aktuelle Umfragen zeigen immer noch eine deutliche Ablehnung der Deutschen gegen den Euro. Deshalb brauchen wir eine Volksabstimmung in Deutschland über den Euro, und im Falle der Ablehnung den sofortigen Austritt aus der Euro-Zone.

Das Projekt einer politischen Union in Europa mit einer einheitlichen Währung ist deutlich gescheitert, das Pferd ist tot !!!
Begraben wir es, so schnell wir können, bevor der Kadaver anfängt zu stinken.

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2 Kommentare leave one →
  1. GehirnerweichungNein permalink
    27. März 2011 22:49

    Ein sehr hochkarätiger Text, den ich, jetzt nach dem ersten Lesen, noch gar nicht richtig verstanden habe.

    Ich weiß nur, dass mindestens 7 oder 8 grundlegendste Finanzprobleme geschildert werden, die alle selbst eine Abhandlung wert wären.

    Les ich später noch einmal.

  2. Reinhard permalink
    18. Mai 2011 15:22

    Danke für den interessanten Blog, was ist denn nun der Ratschlag für jemanden, der seine paar ersparten EURO nicht unbedingt der Frau Merkel mit ihrer katastrophalen Politik opfern will?
    Gibt es darauf eine schlüssige Antwort?
    In gespannter Erwartung,
    Reinhard

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