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Kontrabassistophobie

17. September 2012

Auszug aus einem Artikel des „Schmiergel“:

„Nach den Freitagskonzerten in den Berliner Kleinkonzertsäalen kam es zu Protesten. Tausende aufgebrachte kontrabassistische Aktivisten stürmten Sender und Elektronikmärkte, die immer noch Popmusik spielen und CD´s mit Orgel- und Blasmusik verkaufen.

Auch die Botschaft der USA wurde angegriffen, nachdem vor ein paar Wochen ein radikaler Pianist öffentlich einen Kontrabass in  Stücke gehauen und anschließend verbrannt hat. Auch die auf Youtube aufgetauchten Konzerte der „Heimatlosen Blechbläser“ stellen in den Augen der Kontrabassisten eine unerträgliche Provokation dar, da die Benutzung andersartiger Musikinstrumente die Religion des Kontrabassismus beleidigt. Die Erstürmung der bayerischen Landesvertretung und das Verbrennen der bayerischen Flagge wurden hingegen damit begründet, daß im letzten Wahlkampf die rechtsradikale Bürgerbewegung „Volksmusik für Bayern“ Plakate mit einem durchgestrichenen Kontrabass gezeigt hat und außerdem Volksmusik auf deren Wahlveranstaltungen gespielt wurde.

Nach letzten Meldungen soll es mehrere Tote und Verletze während der Unruhen gegeben haben. Die Regierung kündigte Konsequenzen für die Provokateure an und will ein Verbot von Kirchenorgeln und Glockenspiel prüfen, während Vertreter der Opposition Verständnis für die Wut der Kontrabassisten äußerten und ankündigten, noch stärker gegen Kontrabassistophobie vorgehen zu wollen.“

In Ergänzung dazu meldet die Nachrichtenagentur „Corrupt Press“:

In Kontrabassistan wurde die deutsche Botschaft von einem wütenden Mob überfallen und angezündet, die deutsche Flagge verbrannt und die Flagge der ultrareligiösen „Kontrabassistischen Liga“ gehißt. Der religiöse Führer und Staatsoberhaupt von Kontrabassistan, Pavian Patschuli, erklärte dazu, Schuld sei die Kanzlerin, weil diese vor 2 Jahren einen deutschen Musikpreis an eine dänische Elektrobassistin verliehen hätte, was sogar eine doppelte Provokation sei, da im Kontrabassismus Frauen die Benutzung von Instrumenten untersagt sei. Der deutsche Botschafter von Kontrabassistan wird vermisst.“

Hier ein paar Stimmen der deutschen Politiker:

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich:

Gruppen und Organisationen, die die Kontrabassisten provozieren wollen, indem sie beispielsweise dieses unsägliche Konzert der „Heimatlosen Blechbläser“ öffentlich zeigen wollen, müssen wissen, dass sie grob fahrlässig Öl ins Feuer gießen. Deswegen muss man dem auch Einhalt gebieten. Auf der Tagesordnung der nächsten Kabinettssitzung steht ein Konzertverbot für Nicht-Kontrabass-Instrumente.“

 Grünen-Vorsitzende Claudia Roth:

„Dieser unerträglichen Kontrabassistophobie muß endlich Einhalt geboten werden. Die armen Kontrabassisten kommen ja zu nichts anderem mehr, wenn sie sich dauernd gewaltsam gegen diese rassistischen Provokationen wehren müssen.“

 Außenminister Guido Westerwelle:

„Wir müssen jetzt klug und besonnen handeln und dürfen nicht eine ganze Gruppe unter Generalverdacht stellen, nur weil ein paar Fanatiker eine ganze Religion in Geiselhaft nehmen. Die große Mehrheit der Kontrabassisten ist friedlich. Wir müssen unsere Anstrengungen für Entwicklungshilfe und Demokratisierung in der kontrabassistischen Region verstärken, dann werden die Fanatiker automatisch ausgetrocknet. Selbstverständlich verurteile ich den Angriff auf unsere Botschaft, habe aber auch den amerikanischen Botschafter einbestellt, weil die USA nichts gegen die öffentliche Zerstörung eines Kontrabasses im letzten Jahr unternommen hat. Wir müssen den gerechten Zorn der Demonstranten daher auch verstehen.“

 Kanzlerin Angela Merkel:

„Die Meinungsfreiheit ist ein zu hohes Gut, um sie einzelnen Parteien zum Missbrauch  zu überlassen. Ich werde daher persönlich ein Gesetz in den Bundestag einbringen, dass die Ausübung der Meinungsfreiheit regelt und Provokationen gezielt verhindert. Wahlkampfveranstaltungen wie die der rassistischen „Volksmusik für Bayern“ sollten damit zukünftig ausgeschlossen sein, so dass ein  friedliches Zusammenleben der Kontrabassisten mit den Nicht-Kontrabassisten in Deutschland möglich ist.“

 Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft:

„Die Aktion der friedlichen kontrabassistischen Aktivisten zeigt, dass wir in NRW mit der Einführung von verpflichtendem Kontrabassunterricht in den Schulen auf einem guten Weg sind. Damit  holen wir  den Kontrabassunterricht aus den Hinterhofkonzertsäalen in die staatliche Aufsicht, und wer erstmal die Grundlagen des Kontrabassismus verstanden hat, wird zukünftig schon allein aus Toleranz gegenüber dieser Religion kein anderes Musikinstrument mehr spielen wollen. Das ist eine sehr wichtige Maßnahme zur Integration.“

 Roland Pofalla:

„Diese [zensiert!]rechtsradikalen und rassistischen [zensiert!] und [zensiert!] müssen endlich einmal richtig [zensiert!] werden, am Besten in den [zensiert!]. Das ist noch wirksamer als ein Verbot. Und wenn Sie mich so zitieren, mache ich Sie persönlich zur [zensiert!], Sie [zensiert!], [zensiert!]. Hauen Sie endlich ab und lassen Sie mich mit diesem Scheiss in Ruhe , Sie [zensiert!] [zensiert!] [zensiert!] [zensiert!] [zensiert!] [zensiert!] [zensiert!] [zensiert!] [zensiert!]“

UPDATE: Soeben hat der Bundestag als Reaktion auf das Gerangel der Polizei mit den kontrabassistischen Aktivisten mit 85%-Mehrheit beschlossen, den Besitz von allen Nicht-Kontrabass-Instrumenten und jegliche Kontrabassistophobie unter Strafe zu stellen. Einhellig wurde diese Entscheidung zur Stärkung der Demokratie in Deutschland begrüßt. Die Abweichler erwartet nun die Aufhebung der Immunität und ein Verfahren nach §130 StGB.

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