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Chapeau, Frau Schröder !

27. November 2010
Picture of Kristina Köhler, Member of the Germ...

Image via Wikipedia

Kennen Sie diese Frau ? Nein ? Sollten Sie aber. Kristina Schröder ist Bundesfamilienministerin. Ich gebe zu, Sie ist bis vor 3 Wochen nicht besonders aufgefallen.  Als Jüngste im Kabinett brauchte sie Zeit, um Ihre Rolle zu finden. Dann hat Sie Anfang des Jahres ganz konservativ geheiratet und ihren Nachnamen von Köhler (wie der Ex-Bundespräsident) in Schröder (wie der Ex-Kanzler) geändert. In der Presse und in den entsprechenden Foren im Internet war dann auch einige Verwirrung angesagt („Schröder? Ich dachte, die heißt Köhler.“)

Im Familienministerium hat sie die Nachfolge der von Freund und Feind gleichsam gepriesenen Ursula von der Leyen („Zensursula“) angetreten, und alle waren davon überzeugt, daß ihr diese Schuhe doch viel zu groß wären. Und dann bei Amtsantritt noch nicht mal verheiratet und als Familienministerin auch noch kinderlos. Die Häme der Opposition war kaum zu überhören, und so ging die arme Frau Köhler/Schröder fast erwartungsgemäß mit dem gesamten Kabinett unter. Der Spiegel bescheinigte Ihr  einen Blitzstart ohne zündende Ideen, und als sie Mitte des Jahres mit Vorschlägen zu Hartz IV und Elterngeld in die Offensive ging, wurde die erst 33-jährige prompt von der SZ abgewatscht.

Den schleichenden Bedeutungsverlust der CDU, die sich zwischendurch scheinbar unaufhaltsam der 20%-Marke, allerdings von oben, zu nähern schien, schien auch die mit vielen Ambitionen gestartete Kristina Schröder nicht aufhalten zu können. Ihr Einfluß scheint gering, im aktuellen Politbarometer vom 12.11.2010 ist sie nicht auf der Liste der 10 wichtigsten Politiker . Doch das könnte sich bald ändern. Vor wenigen Wochen hat Sie zunächst der deutschen Vorzeige-Feministin und Herausgeberin des linken Anti-Männer-Hetzblattes Emma, Alice Schwarzer, die Stirn geboten, deren lächerliche Thesen („der Mann unterwirft beim Sex zwingend die Frau, deshalb sollten alle Frauen den Männern den Sex verweigern“) demaskiert und bekam dafür bundesweit Beifall von den vom Feminismus gequälten Frauen. Selbst die Presse stellte sich zumindest teilweise auf ihre Seite, und in den Kommentaren der diversen Online-Ausgaben hatten ihre Unterstützer eine  deutliche Mehrheit. In der Print-Ausgabe des Focus 46/2010 wurde sie von Cora Stefan nachdrücklich verteidigt. Das paßte den Linken gar nicht, wie Frau Schröder plötzlich Position bezog, und dann noch als junge Frau, die sich A. Schwarzer gefälligst unterzuordnen zu habe, gegen ihre Ikone.  Das geht nun gar nicht ? Doch !! Ein guter Auftakt.

Dann hat sie mal die Finanzen ihres Ressorts geprüft, festgestellt, daß die als Jugendorganisation getarnte linke Terrorgruppe AntiFa (auch als linke Autonome oder antikapitalistischer Block bekannt), die sich den gewaltsamen radikalen Kampf gegen alles, was irgendwie „rechts“ aussieht oder sich „rechts“ anfühlt, auf die Fahne geschrieben hat und dabei auch den Tod von „politischen Gegnern“ in Kauf nimmt ( wie bei der Demo gegen das Sparpaket in Berlin, wo 2 Polizisten durch einen Sprengkörper lebensgefährlich verletzt wurden) wohl seit den Zeiten von Rot-Grün durch Mittel aus dem Bundesfamilienministerium unterstützt wurde. Diese Mittel wurden von Ihr gestrichen,  bzw. sie verlangte von den Gruppen, die das Geld haben wollten, ein eindeutiges Bekenntnis zum Grundgesetz, was diese selbstverständlich nicht abgeben. Dabei geht es immerhin um die Kleinigkeit von 24 Mio. Euro, die indirekt auch den linken Parteien zu Gute kommen würden. Laute Empörung bei den Grünen über diese zu Recht geforderte „Gesinnungsprüfung“, das läßt schon tief blicken. Vielleicht sollte man von den Empörern auch mal ein Bekenntnis zum GG fordern, mal sehen, was da rauskäme…

Ihr vorerst letztes Bravourstück in Political-INCorrectness hat sie am 26.11.2010 abgelegt.  In einem Interview mit dem Wiesbadener Kurier (Bericht auf Welt-Online, ausführlicher Bericht hier) hat sie die „Machokultur bei Muslimen“ kritisiert. Und sogar noch einen draufgesetzt, indem sie einen Zusammenhang zwischen Religiösität und Gewaltkultur öffentlich festgestellt hat. Ein Schlag ins Gesicht aller Gutmenschen, die immer noch an das Märchen vom friedlichen Islam glauben. Da könnte man sich doch glatt überlegen, wieder CDU zu wählen (mal sehen, ob sich das auf die Umfragewerte auswirkt).

Chapeau, Frau Schröder !!!

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One Comment leave one →
  1. GehirnerweichungNein permalink
    27. März 2011 23:52

    Das war echt gut von Ihr, aber leider habe ich seitdem nichts mehr von ihr gehört – und ihr Kind hat sie ja wohl noch nicht, oder?

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